Unter Falscher Flagge

1984

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2. Liebesspieler

Hey – heute ist unser Tag – alles auf Liebesspieler.
Hey – heute ist unser Tag – alles auf meinen Sieger.

Mein Geld ist knapp, doch der Tipp ist heiß,
die Wetten stehen 10 zu 1.
Auf einmal sind die Pferde auf der Bahn
und schon liegt Liebesspieler vorn.

Hey – heute ist unser Tag – alles auf Liebesspieler.
Hey – heute ist unser Tag – alles auf meinen Sieger.

Nach dem Rennen führ ich Dich erst mal aus
und ich kaufe dir, was du willst.
Bisher machte ich dir gar nichts aus,
doch heute bin ich dein Glückspilz.

Hey – heute ist unser Tag – alles auf Liebesspieler.
Hey – heute ist unser Tag – alles auf meinen Sieger.

Enttäuscht steh ich allein auf der Bahn,
denn du gingst ziemlich schnell nach Haus.
Ich seh mir noch die neusten Renntipps an
und rechne meine Chancen aus.

Scheiße, das war heut nicht mein Tag,
wo war Liebesspieler?
Scheiße, das war heut nicht mein Tag,
wo war mein Sieger?
Scheiße, das war heut nicht mein Tag,
wo war Liebesspieler?

3. Letzte Wache

Ich halte deine Hand,
grau und kalt liegst du vor mir da.
Vorbei ist eine Ewigkeit,
vorbei auch aller Streit.
Ich hatte so viele Fragen,
ich wollte dir noch so viel sagen.
Ein schlechtes Gewissen ist alles, was mir bleibt,
und du kannst mir nie mehr verzeihen.

Letzte Wache

Dein Gastspiel ist hiermit aus,
die vielen Blumen sind morgen alt.
Ich geh zur Tür hinaus,
nur die verwesene Luft steigt mir noch nach.
Ich hatte so viele Fragen,
ich wollte dir noch so viel sagen.

Letzte Wache

4. Der Abt von Andex

Die heisse Mittagssonne lacht,
als endlich der schwarze Abt erwacht.
Mit schwerem Kopf wankt er über den Hof,
was ist gestern passiert beim Nonnenschwof?

Kann denn Liebe Sünde sein?
Ist er das schwarze Schaf?
Oh Herr, lass Fünfe gerade sein,
Ich weiss, dass ich’s nicht darf.

Schwester Maria ist gerade beim Rosenpflücken,
dabei muss sie sich zu sehr nach vorne bücken.
Plötzlich fällt ihm alles wieder ein,
kann denn Liebe Sünde sein?

Kann denn Liebe Sünde sein?
Ist er das schwarze Schaf?
Oh Herr, lass Fünfe gerade sein,
Ich weiss, dass ich’s nicht darf

5. Der Mord an Vicky Morgan

Sie war die Sex Gespielin vom Weissen Haus,
vor ihr zog mancher seine weisse Weste aus.
Sie war die Domina von Reagans Freundeskreis,
und dafür forderte sie einen hohen Preis.

Der Mord an Vicky Morgan wurde niemals aufgeklärt.
Der Mord an Vicky Morgan war dem Weissen Haus viel wert.

Und als ihr teuerster Freier an Herpes starb,
wurde Vicky um ihr Erbe gebracht.
Doch sie hatte die Sex-Parties – Gott sei Dank –
für die Nachwelt schon auf Videoband.

Der Mord an Vicky Morgan wurde niemals aufgeklärt.
Der Mord an Vicky Morgan war dem Weissen Haus viel wert.

Man fand sie tot in ihrem Bett,
ein Baseball-Schläger blutbefleckt.
Der CIA war als erster dort,
und die Videos waren auf einmal fort.

Der Mord an Vicky Morgan wurde niemals aufgeklärt.
Der Mord an Vicky Morgan war dem Weißen Haus viel wert

6. Im Hafen ist Endstation

Fahles Licht, faules Wasser, Kot.
Durch den Nebel schimmert ein trüber Mond.
Aus einem Keller stinkt’s nach altem Fisch.
Leute starren in jedes fremde Gesicht.
Man ist hier nicht sehr gerne gestört,
das gilt für jeden, der sich hierhin verirrt.

Im Hafen ist Endstation

Strandgut, für immer angeschwemmt,
die Spreu ist lange vom Weizen getrennt.
Der Rum betäubt die größte Qual,
jeder Deckschrubber wird zum Admiral.
Alte Männer löschen hier ihre Lust,
und alte Frauen reichen Kindern ihre faltige Brust.

Im Hafen ist Endstation

7. Unter falscher Flagge

Nun irrten die halbtoten Hosen von Durst geplagt
schon seit Wochen auf den 7 Meeren umher.
Orkan und Skorbut hatten die Mannschaft
bis ans Ende ihrer Kräfte gebracht.
Dann endlich am 52. Tag ihrer Odyssee
tönte es vom Ausguck: „Land in Sicht!“
Vor ihnen lag die Insel ihrer Träume.

Ein rauher Haufen, der sich hier fand;
keiner hat sich je vorher gekannt.
Nun sitzen alle im selben Boot
und kämpfen gemeinsam gegen Durst und Tod,
Durst und Tod, Durst und Tod.

Auf der Suche nach der Schnapsinsel!
Auf der Suche nach der Schnapsinsel!
Aah, Schnapsinsel!
Aah, Schnapsinsel!

Unter falscher Flagge Kurs Nordnordwest,
zu dritt hielten sie das Steuerrad fest.
Backbord wird ein Schiff gerammt,
der Ausguck hatte es zu spät erkannt.

Auf der Suche nach der Schnapsinsel!
Auf der Suche nach der Schnapsinsel!
Aah, Schnapsinsel!
Aah, Schnapsinsel!

Die Fahrt ist zu Ende, ein Leck im Bug,
von Achtern tönt der Enterruf.
Wir lassen die Karre am Straßenrand stehen,
versuchen zu Fuß zur Party zu gehen.

Auf der Suche nach der Schnapsinsel!
Auf der Suche nach der Schnapsinsel!
Aah, Schnapsinsel!
Aah, Schnapsinsel!
Aah, Schnapsinsel!

8. Sekt oder Selters

Frisch rasiert und gekämmt
und ein weisses Hemd.
Du stehst traurig vor dem Altar
und du sagst für immer: Ja!
Doch du möchtest sehr gerne fort,
weit weg von diesem Schafott!

Eng wie Handschellen sitzt dein Ring –
wie schnell deine schönste Zeit verging.
Du hattest es nie so gemeint,
auf einmal ist ihr Bauch aufgekeimt.
Du hast ein langes Gesicht gemacht
und dein Kegelklub hat laut gelacht.

Nie mehr fremden Mädchen winken,
nie mehr mit den Jungens trinken,
aller Sekt wird nur noch Selters sein!

Schwiegervater sagt, du bist kein Mann,
er bringt dich schon auf die rechte Bahn.
Ist die lästige Verwandschaft erst weg
ist es bald dein Pansen, der dich quält!

Wie wirst du diesen Tag noch bereuen,
du wirst dich niemals wieder freuen!
Sie gibt dir einen langen, nassen Kuss,
wie du ihn von heute täglich dulden musst!

Nie mehr fremden Mädchen winken,
nie mehr mit den Jungens trinken,
aller Sekt wird nur noch Selters sein!

9. Der Schandfleck

Ein Kranker reicht dir seine Hand
und du siehst ihn nicht einmal an.
Er ist sogar mit dir verwandt,
angeekelt denkst du daran.

Hinter vielen Mauern, hinter Gittern,
durch das Tor kann er allein nicht gehen.
Du hoffst, er schafft es nie wieder zurück,
aus den Augen, aus dem Sinn.

Er ist schizophren und deshalb nie allein,
warum solltest du zu ihm gehn.
Er bewegt sich link und hat ein lahmes Bein,
die Familie möchte das nicht sehen.

Hinter vielen Mauern, hinter Gittern,
durch das Tor kann er allein nicht gehen.
Du hoffst, er schafft es nie wieder zurück,
aus den Augen, aus dem Sinn.

Du kannst so schön lachen, es fällt dir nicht schwer.
Deine Mitmenschen haben dich gern.
Deinen Schandfleck hast du prima versteckt;
es geht ihm gut, er soll sich nicht beschweren.

Hinter vielen Mauern, hinter Gittern,
durch das Tor kann er allein nicht gehen.
Du hoffst, er schafft es nie wieder zurück,
aus den Augen, aus dem Sinn

10. Betrunken im Dienst

Dumpfes Klopfen an der Tür.
Was will man noch so spät von mir?
Draußen steht der Sensenmann,
ich ruf: „Ich bin noch gar nicht dran!“

Ist es wirklich schon soweit,
muss ich mit ihm gehen?
Viel zu kurz war meine Zeit,
muss ich jetzt schon gehen?

Ich sah, ich hatte keine Chance,
drum ließ ich ihn herein.
Ihm war sehr kalt und er war blaß,
drum schenkte ich ihm ein.

Ist es wirklich schon soweit,
muss ich mit ihm gehen?
Viel zu kurz war meine Zeit,
muss ich jetzt schon gehen?

Seinen Auftrag, den vergaß er schnell,
er trank sehr viel und es wurde hell.
Völlig breit zog er dann ab.
Ich hatte nochmal Glück gehabt

11. Shake hands

Shake Hands, Shake Hands
Dein Herz liebt einen ander’n
Shake Hands, Shake Hands
Drum gebe ich dich frei

Shake Hands, Shake Hands
Mein Herz muß weiterwandern
Shake Hands, Shake Hands
Auf Wiederseh’n, Good Bye

Du gehst gern zum Tanz mit mir
ich darf dich auch mal ficken
Doch du hast in Wahrheit
einen anderen Mann im Sinn

Drum werd‘ ich wohl
in den sauren Apfel beißen müssen
Laß mich von dir geh’n
bevor ich ganz verloren bin

Shake Hands, Shake Hands
Dein Herz liebt einen ander’n
Shake Hands, Shake Hands
Drum gebe ich dich frei

Shake Hands, Shake Hands
Mein Herz muß weiterwandern
Shake Hands, Shake Hands
Auf Wiederseh’n, Good Bye

Überall wohin ich geh‘
seh‘ ich gebrochene Herzen
Erst heißt es: „Ich liebe Dich!“
und dann ist man allein

Mit der Liebe spielt man nicht
sonst gibt es meistens Schmerzen
Und ich glaube das kann nicht
der Sinn der Liebe sein

Shake Hands, Shake Hands
Dein Herz liebt einen ander’n
Shake Hands, Shake Hands
Drum gebe ich dich frei

Shake Hands, Shake Hands
Mein Herz muß weiterwandern
Shake Hands, Shake Hands
Auf Wiederseh’n, Good Bye
Auf Wiederseh’n, Good Bye
Auf Wiederseh’n, Good Bye

12. Warten auf dich

Die Schule ist aus
und die Sonne steht hoch,
du gehst wie immer nach Haus.
Deine Mappe wird schwer
und die Angst ist groß,
doch das macht dir nichts mehr aus.

Durch die Straße deiner Alpträume,
es geht kein Weg daran vorbei.
Du weisst was dich erwartet,
es nutzt kein Hilfeschrei.

Sie warten nur auf dich,
mit einem Lächeln im Gesicht
wollen sie dich,
sie wollen nur dich.

Du beugst dich der Prügel wie ein Schaf der Schur,
deine Sachen liegen im Dreck.
Irgendwann lassen sie von dir ab,
bis morgen lassen sie dich weg.

Die Mutter wartet schon zu Haus:
„Wie siehst du wieder aus?“
Am Nachmittag gibt’s Hausarrest.
Du bist in deinem sichersten Versteck.

Sie warten nur auf dich,
mit einem Lächeln im Gesicht
wollen sie dich,
sie wollen nur dich.

Du starrst an die Decke, du liegst im Bett,
Nie wird man dich verstehn.
Kein Protest der Welt hat Zweck:
Du mußt den Weg wieder gehn.

Sie warten nur auf dich,
mit einem Lächeln im Gesicht
wollen sie dich,
sie wollen nur dich

13. Im Hafen ist Endstation 2

Fahles Licht, faules Wasser, Kot.
Durch den Nebel schimmert ein trüber Mond.
Aus einem Keller stinkt’s nach altem Fisch.
Leute starren in jedes fremde Gesicht.
Man ist hier nicht sehr gerne gestört,
das gilt für jeden, der sich hierhin verirrt.

Im Hafen ist Endstation

Strandgut, für immer angeschwemmt,
die Spreu ist lange vom Weizen getrennt.
Der Rum betäubt die größte Qual,
jeder Deckschrubber wird zum Admiral.
Alte Männer löschen hier ihre Lust,
und alte Frauen reichen Kindern ihre faltige Brust.

Im Hafen ist Endstation