Opel Gang

1983

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1. Tote Hose

Instrumental

2. Allein vor deinem Kauf o. Der Vater der Boxer

Ich frier jetzt schon zwei Stunden hier,
nachts vor eurem Haus.
Die Eltern schlafen unter dir,
das Licht geht endlich aus.
Ich werf noch einen Kieselstein,
denn das ist das Signal.
Wie kann denn sowas möglich sein,
Ich weiss doch, du bist da.

Ich seh ziemlich blöde aus,
allein vor deinem Haus.
Ich seh ziemlich blöde aus,
allein vor deinem Haus.

Ich frier jetzt schon vier Stunden hier,
allein vor eurem Haus.
Die Eltern schlafen unter dir,
das Licht ist lange aus.
Ich werfe noch einen Kieselstein,
denn das ist das Signal.
Wie kann denn sowas möglich sein,
ich weiß doch, du bist da.

Ich seh ziemlich blöde aus,
allein vor deinem Haus.
Ich seh ziemlich blöde aus,
allein vor deinem Haus.

Allein, allein, allein…

Was macht denn Rolands Fahrrad hier,
es lehnt dort an dem Zaun.
Jetzt weiß ich auch was hier passiert,
du bist ganz schön braun.
Der Hund bellt los, das Licht geht an,
Roland war zu laut.
Hart küsst er den Straßenrand
und sein Rad ist geklaut.

Roland sieht ziemlich blöde aus,
allein vor deinem Haus.
Roland sieht ziemlich blöde aus,
allein vor deinem Haus.

Roland ist allein, Roland ist allein, Roland ist allein…

Allein, allein, allein…

3. Modestadt Düsseldorf

Wir sind nicht aus Berlin,
die die DDR umschließt.
Wir sind auch nicht von Frankfurt her,
wo die Drogenszene alles erschwert.

Wir sind nur aus Düsseldorf,
wo kein Mensch irgendwelche Sorgen hat.
Wir sind nur aus Düsseldorf,
wo kein Mensch irgendwelche Sorgen hat.

Modestadt Düsseldorf
Modestadt Düsseldorf
Modestadt Düsseldorf

Wir sind aus einem schönen Ort,
Armut ist hier ein Fremdwort.
Jeden Sommer, jedes Jahr
trifft sich Düsseldorf auf Ibiza.

Wir sind nur aus Düsseldorf,
wo kein Mensch irgendwelche Sorgen hat.
Wir sind nur aus Düsseldorf,
wo kein Mensch irgendwelche Sorgen hat.

Modestadt Düsseldorf
Modestadt Düsseldorf
Modestadt Düsseldorf
Düsseldorf

4. Reisefieber

Das Meer rauscht, du bist allein.
Es riecht nach Fisch, du willst zufrieden sein.
Doch irgendwie gelingt es nicht,
obwohl du soweit geflohen bist.
Ist das alles, was nach so viel Meilen ist?

Die Nordsee schlägt dir ins Gesicht,
trotzdem hast du verloren.
Du bist nicht weit gekommen,
du läufst weiter nach vorn.

Deine Leiche wurde schnell gefunden,
das war zwei Tage interessant.
An deinem Arbeitsplatz sitzt ein neuer Mann,
doch was ist da schon besonderes dran…
Ist das alles, was nach so viel Meilen ist?

Die Nordsee schlägt dir ins Gesicht,
trotzdem hast du verloren.
Du bist nicht weit gekommen,
du läufst weiter nach vorn

5. Kontakthof

Wenn du’s auf die Schnelle brauchst,
willst du mal ’ne andere Frau.

Wenn du dich nicht richtig traust
und wenn es keiner merken soll,
brauchst du mal ’ne andere Frau.
Oder reisst du ohne Geld nichts auf?

Wenn du’s auf die Schnelle brauchst,
willst du mal ’ne andere Frau.

Ist dein Bett zu Hause besetzt,
weil sie den Nachbarn noch mehr schätzt,
für deine Karriere kein Risiko:
alles läuft inkognito.

Wenn du’s auf die Schnelle brauchst,
willst du mal ’ne andere Frau

6. Opel Gang

Den Arm aus dem Fenster, das Radio voll an,
draußen hängt ein Fuchsschwanz dran,
in jeder Karre sitzen vier Mann.
Die Bullen eben in der Stadt abgehängt,
mit 110 einen Ford versengt
und einen Fiat ausgebremst.
Wir haben neue Schluffen drauf
und uns Ralleystreifen gekauft.

Wir sind die Jungs von der Opel-Gang,
wir haben alle abgehängt.
Wir sind die Jungs von der Opel-Gang,
wir haben alle abgehängt.
Opel-Gang!

Einmal rund um den Häuserblock,
danach wird die Karre aufgebockt
und sich unter die Kiste gehockt.
Samstags nachmittags um halb vier,
Fußballreportage und ein Bier.
Kavaliersstaat wird ausprobiert,
dann geht’s los in tollem Spurt,
wir schließen nie den Gurt.

Wir sind die Jungs von der Opel-Gang,
wir haben alle abgehängt.
Wir sind die Jungs von der Opel-Gang,
wir haben alle abgehängt.
Opel-Gang – wir haben alle abgehängt!

7. Willi muß ins Heim

Sie ist Mutti’s Liebling, mich mochten sie nie.
Von Morgens bis Abends gab’s immer nur sie.
Sie hat mich bei Vati und Mami verpetzt,
dafür hab ich ihren Hamster zerfetzt.

Das ging zu weit –
Willi muss ins Heim.

Danach hab ich meine Platten vermisst
und ihr heimlich in die Limo gepisst.
Als Vati und Mami gestern Abend weg waren,
da hatte ich sie für mich allein und zog ihr an den Haaren.

Das ging zu weit –
Willi muss ins Heim

8. Wehende Fahnen

Vor sechs Jahren ging es los,
es war wie eine Revolution.
Ziel und Richtung unbekannt,
alles Alte wurde niedergerannt.

Mit wehenden Fahnen werden wir untergehen.
Wir halten durch, wir warten noch,
denn es ist noch nichts geschehen

9. Schwarzer Mann

Das Gesicht wird dezent durch die Brille versteckt.
Er hat sich einen Plan ausgeheckt.
Den Aktenkoffer in der Hand,
überrascht er dich am Zeitungstand.

Der schwarze Mann.

Du weichst zurück, doch du kannst nicht weg.
Die kaltgrauen Augen haben dich entdeckt.
Plötzlich steigt auf in dir die Angst,
du hast den Mann in schwarz erkannt.

Der schwarze Mann

10. Geld

Wohin bringe ich das Geld?
Es gibt keinen Platz der mir gefällt.
Wohin bringe ich das Geld?
Es gibt keinen Platz der mir gefällt – für das Geld.

Gestern in der Rio Rita Bar
war 007 in Lebensgefahr.
Von hinten schob er mir ein Päckchen zu:
„Bring das Zeug zu Joe nach Istanbul!“
Auf dem Klo machte ich das Päckchen auf,
es fiel ’ne Menge Zaster raus.

Wohin bringe ich das Geld?
Es gibt keinen Platz der mir gefällt.
Wohin bringe ich das Geld?
Es gibt keinen Platz der mir gefällt – für das Geld.

Lass mich doch mit dem Schei&szilg; in Ruh!
Wer ist denn Joe aus Istanbul?
Ich spül den Mist durch den Kanal,
denn mein Bier draußen wird langsam schal.

Geld, Geld, Geld,…

Wohin bringe ich das Geld?
Es gibt keinen Platz der mir gefällt.
Wohin bringe ich das Geld?
Es gibt keinen Platz der mir gefällt – für das Geld

11. Ülüsü

Wir haben uns nur angesehen
und sofort war es um uns geschehen.
Es war auf der Party bei einem Freund,
wir sprachen kaum und waren doch vertraut.
Wir waren sofort im Schlafzimmer
und ich dachte „Liebe für immer“.
Dann hab ich nach deinem Namen gefragt
und du hast Ülüsü gesagt.

Ülüsü war eine Türkin –
wie konnte mir das bloß geschehen?
Ülüsü war eine Türkin –
ich werde das niemals verstehen.

Ülüsü, Ülüsü, ooh, Ülüsü, Ülüsü

Wir haben einen Treffpunkt gemacht
an der Pommesbude gegen halb acht.
Ich bin nicht gekommen, denn du musst verstehen,
ich kann so nicht mit dir nach Hause gehen.
Der Ruf der Familie steht auf dem Spiel
und da hilft später kein Persil.
Auf der Party ging’s mir sowieso zu schnell,
du gehst bestimmt mit allen ins Bett.

Ülüsü war eine Türkin –
wie konnte mir das bloß geschehen?
Ülüsü war eine Türkin –
ich werde das niemals verstehen.

Ülüsü, Ülüsü, ooh, Ülüsü, Ülüsü

12. Es ist nichts gewesen

Warum schaust du mich so an?
Hat sie etwas bemerkt?
Ist an mir etwas Besonderes dran?
Hat sie etwas bemerkt?
Warum der Knutschfleck am Hals?
Den kann ich erklären.
Und an meiner Jacke das Haar?
Auch das ist nicht schwer.

Es ist nichts gewesen,
es ist nichts geschehen.

Wenn ich weit weg auf ’ner Tagung bin,
denke ich nur an dich.
Wenn ich mal ’ne andere seh,
schau ich einfach nicht hin.
Die roten Nummern im Adressbuch,
die sind doch von meinem Chef.
Was ist das für ein Nylonstrumpf?
Wie kommt der in mein Gepäck?

Es ist nichts gewesen,
Es ist nichts geschehen

13. Sommernachtstraum

Es war heut sehr heiß und der Tag war lang,
doch langsam kommt die Nacht.
Die Harten fahren in die Stadt,
denn Stress ist wieder angesagt.

Wir bleiben auf dem Spielplatz auf unserer Bank:
Alk, Dröhnung, viel Gesang.

Die Turmuhr schlägt zwölf,
bei uns geht’s jetzt los.
Wir sind zu, die Stimmung ist groß.
Die Parkbank wird leer und es füllt sich das Gebüsch,
bis morgen der neue Tag anbricht.

Wir bleiben auf dem Spielplatz auf unserer Bank:
Alk, Dröhnung, viel Gesang.

Hey, Hey, Hey,…

Wir bleiben auf dem Spielplatz auf unserer Bank:
Alk, Dröhnung, viel Gesang

14. Hofgarten Reinhören

Letzten Sonntagmorgen
latsch ich durch den Hofgarten.
Halb sechs –
was muß ich unter den Büschen sehn?

Ficken, Bumsen, Blasen,
alles auf dem Rasen.

Hey, Breiti!
Ich bin’s, Kuddel!
Lass mich auch mal!
Du bist ja gar nicht Kuddel,
du bist ja Trini!

15. Bis zum bitteren Ende

Und die Jahre ziehen ins Land
und wir trinken immer noch ohne Verstand,
denn eins, das wissen wir ganz genau,
ohne Alk da wäre der Alltag so grau.

Korn, Bier, Schnaps und Wein
und wir hören unsere Leber schrein.
Und wenn einmal der Abschied naht,
sagen alle: „Das hab ich schon immer geahnt.“.

Und die Jahre ziehen ins Land
und wir trinken immer noch ohne Verstand,
denn eins, das wissen wir ganz genau,
ohne Alk da wäre der Alltag so grau.

Korn, Bier, Schnaps und Wein
und wir hören unsere Leber schrein.
Und wenn einmal der Abschied naht,
sagen alle: „Das hab ich schon immer geahnt.“.

Immer geahnt, immer geahnt, immer geahnt…